Neue Bauern braucht das Land

Zwei Drittel aller landwirtschaftlichen Betriebe in Deutschland haben eine ungesicherte oder keine Hofnachfolge. Andererseits gibt es junge, innovative und gut ausgebildete Landwirte/innen, die sich selbständig machen wollen, aber keinen eigenen Hof besitzen.

Im Ökologischen Landbau hat eine fehlende Hofnachfolge besondere Brisanz. Wird der Betrieb nicht weitergeführt, ist nicht gesichert, dass seine Flächen weiterhin ökologisch bewirtschaftet werden. Denn aus Mangel an einem flächendeckenden Netz von Biobetrieben gehen diese Flächen oft an konventionell wirtschaftende Höfe oder Betreiber von Biogasanlagen. Um eine vielfältige bäuerliche Kultur im ländlichen Raum zu bewahren, ist es notwendig, dem Höfesterben entgegenzuwirken und zukunftsfähige Betriebe zu gründen.

Über das Internetportal www.hofgründer.de möchte die Stiftung Hofsuchende und -abgebende zusammenbringen und bei den Übergabeprozessen bzw. bei Hofneugründungen beraten. Die Internetseite wurde 2008 eingerichtet und ist die erste dieser Art im deutschsprachigen Raum. Sie stößt auf stetig steigendes Interesse und zählt 2010 monatlich schon über 4.000 Besucher.

Hier werden viele Fragen der inner- und außerfamiliären Hofübergabe beantwortet und umfangreiche Informationen zum Aufbau eines landwirtschaftlichen Betriebes zur Verfügung gestellt. Für eine persönliche Beratung können sich Interessierte an Christian Vieth und sein Team wenden, die das Internetportal betreuen und auch Seminare zum Thema anbieten.

Ein wichtiger Bestandteil des Portals ist die Hofbörse. Dabei stehen die Menschen mit ihren Anliegen im Mittelpunkt der Vermittlungsarbeit und nicht die „marktgerechte Verwertung“ des Hofes. Zahlreiche Berichterstattungen in den landwirtschaftlichen Medien und darüber hinaus spiegeln das große Interesse an der Thematik wider.

Die Zukunftsstiftung Landwirtschaft hat sich bislang finanziell mit rund 35.000 Euro an hofgründer.de beteiligt.

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