Meine Landwirtschaft - unsere Wahl

Die Gemeinsame Agrarpolitik (GAP) nach 2013 ist zentrales Thema der Kampagne „Meine Landwirtschaft“.

Woher kommt unser täglich Brot, stammen Wurst, Müsli, Käse, Gemüse, Obst und Fleisch? Wie werden sie produziert?  Immer weniger Bäuerinnen und Bauern produzieren mehr und mehr. Zu welchem Preis für unsere Umwelt, Gesundheit und Gesellschaft? Ein Drittel landet im Müll. Überschuss wird exportiert und zerstört Existenzen in der Dritten Welt. Das hat Folgen für den Welthunger, den Klimawandel, das Artensterben und für unseren Respekt vor Kreaturen. Die EU-Agrarpolitik lenkt dies mit unseren Steuergeldern. 2011 wird sie reformiert. Zeit für Bäuerinnen und Bauern sowie Verbraucherinnen und Verbraucher, sich einzumischen und gemeinsam Verantwortung zu übernehmen.

Mit dieser Intention haben sich in der Kampagne „Meine Landwirtschaft“, die von der Zukunftsstiftung Landwirtschaft mitinitiiert wurde, Organisationen und Initiativen aus vielen gesellschaftlichen Bereichen zusammengeschlossen, die sich mit Landwirtschaft, Ernährung, Umwelt, Naturschutz, Tierschutz, Verbraucherschutz, Gesundheit, regionaler und internationaler Entwicklung befassen.

Europa ist heute nicht in der Lage sich selbst zu ernähren: Unser Defizit beträgt 35 Millionen Hektar. Doppelt so viel wie die gesamte Agrarfläche Deutschlands. Der größte Teil davon geht in die Fleischproduktion, immer mehr in sogenannten Agrosprit. Unser System der Lebensmittelproduktion und ihres Konsums ist weder nachhaltig noch effizient.

Sinkende Qualität, Werbung und Skandale, aber auch schlechtes Gewissen und Hektik verderben vielen von uns die Lust am Essen. Doch Deutschland leidet an Übergewicht und Fehlernährung. 11% des Einkommens kosten uns im Schnitt noch unsere Lebensmittel: Zu billig, zu viel, zu achtlos und seelenlos. Kulturlandschaften verschwinden, ländliche Regionen sterben, bäuerliche Landwirtschaft wird von Monokulturen verdrängt. Ferien auf dem Bauernhof, Produktion in der Agrarfabrik?

Als Steuerzahlerinnen und –zahler finanzieren wir dies über die gemeinsame Agrarpolitik der Europäischen Union. 40% des bäuerlichen Einkommens stammen aus öffentlichen Mitteln und decken doch häufig nicht einmal die Kosten. 80% unserer Steuermittel gehen an 20% der Landwirte und Agrarunternehmen.

Die Reform der EU-Agrarpolitik geht uns alle an. Wir wollen dafür gemeinsam Verantwortung übernehmen, Ziele formulieren und durchsetzen, praktische Alternativen finden. Wir wollen mehr Demokratie wagen, in der Landwirtschaft und beim Essen. Die Entscheidungen sind zu wichtig, um sie Lobbyisten zu überlassen. Machen Sie mit!

www.meine-landwirtschaft.de

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